Jacques: Entdecker der Ozeane – 1. Juli, 20 Uhr

Spielfilm, Frankreich 2016, 123 Minuten, FSK 6 – Regie: Jérôme Salle – Darsteller: Lambert Wilson, Pierre Niney, Audrey Tautou, Laurent Lucas, Benjamin Lavernhe u.a.

1949 führt der Abenteurer Jacques Cousteau ein ruhiges Leben mit seiner Frau Simone. Doch die beiden sehnen sich nach Abenteuern und so unternehmen sie zusammen mit ihren kleinen Söhnen Philippe und Jean-Michele zahlreiche Expeditionen auf den Weltmeeren. Dabei fängt Cousteau die beeindruckende und bis dahin unentdeckte Unterwasserwelt ein und revolutioniert mit seinen Erfindungen den Tauchsport. Viele Jahre später kehrt der inzwischen Erwachsene Philippe Cousteau zu seiner Familie zurück. Mit Schrecken stellt er fest, dass seinem Vater, der Ruhm zu Kopf gestiegen ist…

Wir haben für Sie ab 18.00 Uhr geöffnet. Eintritt: 5,00 Euro. 

Neben den Gleisen – 27. Mai, 20 Uhr

Dokumentarfilm, Deutschland 2016, 85 Minuten, FSK 12 – Regie: Dieter Schumann

In der kleinen Elbestadt Bolzenburg steht schon seit vielen Jahren mitten auf dem Bahnhofsvorplatz ein kleiner Kiosk. Der Kiosk hat jeden Tag von 5.00 Uhr bis 22.00 Uhr geöffnet und versorgt nicht nur Reisende, sondern dient auch als eine Art Stammkneipe für Schichtarbeiter, Arbeitslose, Taxifahrer und Rentner. Doch an einem Tag im Jahr 2015 ändert sich der beschauliche Alltag rund um den kleinen Kiosk: Denn nun kommen am Bahnhof plötzlich Tausende Flüchtlinge an, die auf dem Weg ins nahegelegene Erstaufnahmelager sind. Regisseur Dieter Schumann beobachtet, wie die Stammgäste des Kiosks, die sich normalerweise nicht groß für Politik interessieren, auf einmal auch über solche Themen diskutieren und auch ihre eigene Lage betrachten – ihren Lebensalltag, ihre Hoffnungen und ihre Probleme.

Wir haben für Sie ab 18.00 Uhr geöffnet. Eintritt: 5,00 Euro. 

Captain Fantastic: Einmal Wildnis und zurück – 29. April, 20 Uhr

Spielfilm, 120 Min., USA 2016, FSK 12 – Regie & Drehbuch: Matt Ross – Darsteller: Viggo Mortensen, George MacKay, Samantha Isler, Annalise Basso, Nicholas Hamilton u.a.

Der hochgebildete Ben (Viggo Mortensen) lebt aus Überzeugung mit seinen sechs Kindern in der Einsamkeit der Berge im Nordwesten Amerikas. Er unterrichtet sie selbst und bringt ihnen nicht nur ein überdurchschnittliches Wissen bei, sondern auch wie man jagt und in der Wildnis überlebt. Als seine Frau stirbt, ist er gezwungen mitsamt der Sprösslinge seine selbst geschaffene Aussteigeridylle zu verlassen und der realen Welt entgegenzutreten. In ihrem alten, klapprigen Bus macht sich die Familie auf den Weg quer durch die USA zur Beerdigung, die bei den Großeltern stattfinden soll. Ihre Reise ist voller komischer wie berührender Momente, die Bens Freiheitsideale und seine Vorstellungen von Erziehung nachhaltig infrage stellen…

Wir haben für Sie ab 18.00 Uhr geöffnet. Eintritt: 5,00 Euro. 

Tschick – 1. April, 20 Uhr

Spielfilm, 93 Min., Deutschland 2016, FSK 12 – Regie: Fatih Akin – Darsteller: Tristan Göbel, Anand Batbileg, Mercedes Müller, Aniya Wendel u.a.

Während die Mutter in der Entzugsklinik und der Vater mit seiner Assistentin auf „Geschäftsreise“ ist, verbringt der 14-jährige Außenseiter Maik Klingenberg die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, stammt aus dem tiefsten Russland, kommt aus einem der Hochhäuser in Berlin-Marzahn – und hat einen geklauten Lada dabei. Damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende ostdeutsche Provinz. Die Geschichte eines Sommers, den wir alle einmal erleben… Der beste Sommer von allen!
„Tschick“, Wolfgang Herrndorfs Hymne auf das Erwachsenwerden, erschien am 17. September 2010 im Rowohlt Berlin Verlag und hält sich bis heute in der Spiegel-Bestsellerliste. Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Roman zählt zu den größten literarischen Erfolgen der vergangenen Jahre. Die Regie führt Fatih Akin („The Cut“, „Soul Kitchen“, „Gegen die Wand“).

Wir haben für Sie ab 18.00 Uhr geöffnet. Eintritt: 5,00 Euro. 

Toni Erdmann – 25. Februar 2017, 20 Uhr

Spielfilm, 162 Min., Deutschland 2016, FSK 12 – Regie, Drehbuch: Maren Ade – Darsteller: Peter Simonischek, Sandra Hüller, Michael Wittenborn, Thomas Loibl, Trystan Pütter  u.a.

Peter Simonischek (Oktober November, Der kleine Diktator, Hierankl) ist TONI ERDMANN und er ist Winfried, 65, ein Musiklehrer mit ausgeprägtem Hang zum Scherzen, der mit seinem alten Hund zusammenlebt. Seine Tochter Ines – gespielt von Sandra Hüller (Über uns das All, Finsterworld, Requiem) – ist eine Karrierefrau, die um die Welt reist, um Firmen zu optimieren. Vater und Tochter könnten also nicht unterschiedlicher sein: Er, der gefühlvolle, sozialromantische Alt-68er, sie, die rationale Unternehmensberaterin, die bei einem großen Outsourcing-Projekt in Rumänien versucht aufzusteigen, und sich in einer Männerdomäne zu behaupten.

Da Winfried zu Hause also nicht viel von seiner Tochter sieht, beschließt er, sie nach dem Tod seines Hundes spontan zu besuchen. Statt sich anzukündigen, überrascht er sie mit Scherzgebiss und Sonnenbrille in der Lobby ihrer Firma. Ines bemüht sich, gute Miene zum bösen Spiel zu machen und schleppt ihren Vater in seinen alten Jeans mit zu Businessempfängen und Massageterminen. Doch der Besuch führt nicht zu einer Annäherung. Winfried nervt seine Tochter mit lauen Witzen und unterschwelliger Kritik an ihrem leistungsorientierten Leben zwischen Meetings, Hotelbars und unzähligen E-Mails. Vater und Tochter stecken in einer Sackgasse, und es kommt zum Eklat zwischen den beiden.

Doch statt, wie angekündigt, Bukarest zu verlassen, überrascht Winfried Ines mit einer radikalen Verwandlung in Toni Erdmann, sein schillerndes Alter Ego. Mit schiefem Gebiss, schlechtem Anzug und Perücke ist Toni wilder und mutiger als Winfried und nimmt kein Blatt vor den Mund. Toni mischt sich in Ines‘ Berufsleben mit der Behauptung ein, der Coach ihres Chefs zu sein, und startet einen Amoklauf aus Scherzen. Überraschend lässt Ines sich auf sein Angebot ein, und Vater und Tochter machen eine verblüffende Entdeckung: Je härter sie aneinander geraten, desto näher kommen sie sich.

Wir haben für Sie ab 18.00 Uhr geöffnet. Eintritt: 5,00 Euro. 

Das brandneue Testament – 26.11., 20 Uhr

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Spielfilm, 93 Min., Frankreich u.a. 2015, FSK 12 – Originaltitel: Le tout nouveau Testament – Regie: Jaco van Dormael – Darsteller: Pili Groyne, Benoît Poelvoorde, Yolande Moreau u.a.

Gott existiert. Er lebt in Brüssel.

Doch das ist leider nur die eine Seite der Medaille. Denn der Allmächtige (Benoît Poelvoorde) ist kein weiser Weltenlenker, sondern ein Familienvater, der frustriert im Bademantel durch die Wohnung schlurft und Frau (Yolande Moreau) und Tochter Éa (Pili Groyne) tyrannisiert. Ansonsten hockt Gott vor seinem Computer und tüftelt mit diebischer Freude jene dummen, sadistischen Gebote aus, die zu den Fragen führen, die die Menschheit bewegen: Warum fällt der Toast immer auf die Marmeladenseite, und weshalb erwischt man im Supermarkt grundsätzlich die langsamste Schlange an der Kasse? Als wäre das nicht schon schlimm genug, lässt er immer wieder Dampf ab, indem er Naturkatastrophen oder Kriege arrangiert.

Irgendwann hat Éa die Nase voll. Höchste Zeit für eine Lektion, findet sie. BNT_PlakatUnd hackt sich in Gottes Computer ein. Die geheimste seiner geheimen Dateien, die Todesdaten aller Menschen, ist schnell geöffnet. Und dann dauert es nur noch ein paar Klicks, bis jeder Mensch auf Erden per SMS erfährt, wie lange er noch zu leben hat. Diese schockierende Botschaft nehmen manche besser auf als andere und plötzlich denken alle Menschen darüber nach, was sie mit der ihnen verbleibenden Zeit anfangen wollen. Éa bricht fluchtartig auf, um auf der Erde sechs neue Apostel zu suchen und ein brandneues Testament zu schreiben. Doch Gott ist der Meinung, dass er inmitten des ganzen Chaos auch noch ein gewaltiges Wort mitzureden hat…

Wir haben für Sie ab 18.00 Uhr geöffnet. Eintritt: 5,00 Euro. 

Rabbi Wolff – 22.10., 20.00 Uhr

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Dokumentarfilm, 90 Min., Deutschland 2016, FSK 0 – Buch & Regie: Britta Wauer – Protagonisten: Rabbiner William Wolff u.v.a.

William Wolff ist Ende 80 und der wohl ungewöhnlichste Rabbiner der Welt.

Der kleine Mann mit Hut wurde in Berlin geboren, hat einen britischen Pass und wohnt in einem Häuschen in der Nähe von London. Immer Mitte der Woche fliegt er nach Hamburg, steigt dort in den Zug und pendelt zu seinen Jüdischen Gemeinden nach Schwerin und Rostock. Samstags nach dem Gottesdienst geht es zurück nach London – es sei denn, er ist bei Verwandten in Jerusalem, auf Fastenkur in Bad Pyrmont oder beim Pferderennen in Ascot. Denn das Leben muss vor allem Spaß machen, findet Willy Wolff.

Mit seiner unkonventionellen Art und seinem herzhaften Lachen rabbiwolff300dpibegeisterte der Landesrabbiner von
Mecklenburg-Vorpommern die Zuschauer bereits in Britta WauersPublikumshit Im Himmel, unter der Erde (2011), einem Dokumentarfilm über den Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee. Wauers neuer Film zeigt nun den turbulenten Alltag von Willy Wolff und beleuchtet seine bewegte Vergangenheit: Bevor er Rabbiner wurde, war er politischer Korrespondent in London; als Kind floh er mit seiner Familie aus Nazideutschland.

Rabbi Wolff ist nicht nur das Porträt einer faszinierenden Persönlichkeit – eines tief religiösen Menschen, der sich voller Lebensfreude über Konventionen hinwegsetzt. Der Film führt auch auf mitreißende Weise in die Welt des Judentums ein und präsentiert uns einen ganz besonderen deutschen Lebenslauf.

Wir haben für Sie ab 18.00 Uhr geöffnet. Eintritt: 5,00 Euro. 

Ewige Jugend – 24.9., 20.00 Uhr

EJ_01Spielfilm, 118 Min., Italien u.a. 2015, FSK 6 – Originaltitel: Youth – Regie: Paolo Sorrentini – Darsteller: Michael Caine, Harvey Keitel, Rachel Weisz, Paul Dano, Jane Fonda u.a. 

Die alten Freunde Fred (Michael Caine) und Mick (Harvey Keitel) teilen in den Bergen zwar ihr idyllisches Feriendomizil, ein elegantes Wellnesshotel mit fast schon magischer Ausstrahlung, haben aber was ihr Alterswerk betrifft komplett verschiedene Vorstellungen. Während der berühmte Komponist und Dirigent Fred sich dem süßen Nichtstun hingibt, treibt den geschäftigen Regisseur Mick sein neustes Filmprojekt um, das durch die Launen seiner Muse Brenda (Jane Fonda) zu platzen droht. EwigeJugend_Plakat Freds Erholung stört dagegen ein Abgesandter des Buckingham Palace: Die Queen höchstpersönlich möchte die „Simple Songs“ angeleitet durch ihren Schöpfer selbst hören – ein Angebot, das Fred rundheraus ablehnt, sehr zum Leidwesen seiner Tochter und Managerin Lena (Rachel Weisz). Lieber möchte der Komponist zusammen mit seinem Freund Mick und dem skurrilen Schauspieler Jimmy (Paul Dano) relaxen, über das Leben philosophieren und die Macken der anderen Gäste kommentieren.

»… weise und witzig zugleich, schräg philosophisch und berührend.“
(ZDF Heute Journal)

Wir haben für Sie ab 18.00 Uhr geöffnet. Eintritt: 5,00 Euro. 

Parchim International – 27.8., 20 Uhr

 

Slide_ParchimInternationalDokumentarfilm, 90 Min., Deutschland 2015, FSK 0 – Regie: Stefan Eberlein – Darsteller: Jonathan Pang, Werner Knan, Jens Lindemann, Karlheinz Bohl, Sibylle Hülsebeck, Eugen Arnstadt u.a.

2007 kauft der chinesische Investor Jonathan Pang einen alten Militärflughafen in Mecklenburg-Vorpommern. In Parchim will er eine internationale Drehscheibe fur Flugfrachtverkehr zwischen China, Europa und Afrika schaffen. Herr Pang hat sich nicht weniger vorgenommen, als die internationalen Warenströme umzulenken und aus Parchim ein neues Zentrum der Globalisierung zu machen. Aber passt seine Idee auch in die norddeutsche Provinz?

Die Arbeitslosenquote ist hoch, derParchimInternational_PlakatA4_web Flughafen liegt seit 17 Jahren brach. Ein Container auf Stelzen dient als provisorischer Tower, die Landebahn bröckelt und die Belegschaft spricht kein Englisch. Während Jonathan Pangs deutscher Berater Werner Knan sich weiter und weiter in den Sumpf deutscher Bürokratie verrennt, reist Herr Pang mit bezwingendem Optimismus quer durch die Welt, um über alle Grenzen hinweg andere von seiner Idee zu begeistern.

Ein Provinzflughafen als Brennpunkt der Globalisierung, als Wunschmaschine, in die jeder seine Träume hineinprojiziert. Die einen hoffen auf fette Gewinne, die anderen auf einen festen Arbeitsplatz. Das Aufeinandertreffen der Lebenswelten und Glaubenssysteme erzählt der Film als Tragikomödie mit bitteren Einblicken in die skurrile Realität des Kapitalismus.

Wir haben für Sie ab 18.00 Uhr geöffnet. Eintritt: 5,00 Euro. 

 

Sture Böcke – 16. Juli, 20.00 Uhr

StureBecke_Plakat-A4Spielfilm, 93 Min., Island 2015, FSK 6 – Originaltitel: Hrútar – Regie: Grímur Hákonarson – Darsteller: Sigurdur Sigurjónsson, Theodór Júlíusson, Charlotte Bøving, Jon Benonysson u.a.

In einem abgeschiedenen Tal in Island leben Gummi und Kiddi Seite an Seite und versorgen ihre Schafe. Obwohl sie dasselbe Leben führen und das Weideland teilen, haben Gummi und Kiddi seit 40 Jahren nicht mehr miteinander gesprochen.

Als eine tödliche Krankheit bei Kiddis Schafen ausbricht, ist das ganze Tal bedroht. Die Behörden entscheiden, dass die Schafe dieser Region erlegt werden sollen, um einen weiteren Ausbruch zu verhindern. Um den Behörden entgegentreten zu können, müssen die Brüder sich zusammenraufen: um ihre spezielle, jahrhundertealte Rasse zu retten und auch sich selbst.

Wir haben für Sie ab 18.00 Uhr geöffnet. Eintritt: 5,00 Euro.